Rembrandts Strich

2019 jährt sich Rembrandts Todesjahr zum 350ten Mal. Rembrandts Strich wird sich auf den Grafiker und Zeichner konzentrieren und einen frischen Blick auf ihn suchen, der vielleicht wie kein zweiter bis heute als sogenannter „artists‘ artist" andere Künstler zur Auseinandersetzung angeregt hat.
Publication date:
June 2019
Publisher :
Paul Holberton Publishing
Editor :
Stephanie Buck, Jürgen Müller
Language:
English
Illustration :
300 illus.
Format Available     Quantity Price
Paperback
ISBN : 9781911300632

Dimensions : 300 X 230 mm
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£35.00

Overview
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2019 jährt sich Rembrandts Todesjahr zum 350ten Mal. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die eine der bedeutendsten Sammlung seiner Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken bewahren, nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, den Künstler in einer Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts zu feiern. Rembrandts Strich wird sich auf den Grafiker und Zeichner konzentrieren und einen frischen Blick auf ihn suchen, der vielleicht wie kein zweiter bis heute als sogenannter „artists‘ artist" andere Künstler zur Auseinandersetzung angeregt hat.

Die einzigartige Dresdner Sammlung - etwa 20 Zeichnungen, die Rembrandt heute zugeschrieben werden und das nahezu vollständige druckgrafische Werk - bildet die Grundlage für die herausragende Ausstellung. Sie wird ein besonderes Augenmerk auf seine erzählerischen Kompositionen, radierten Selbstbildnissen und die Studien seiner Frau Saskia richten. Die Ausstellung umfasst rund 100 Werke aus allen Schaffensperioden Rembrandts und etwa 50 Radierungen und Zeichnungen von Schülern seiner Werkstatt sowie von späteren Künstlern, die Rembrandt als Autorität und kreative Inspirationsquelle verstanden haben.

Die lange Reihe derer, die ihr Selbstbildnis in Auseinandersetzung mit Rembrandt definierten, reicht von unmittelbaren Nachfolgern und Meistern des 18. Jahrhunderts wie Benedetto Castiglione und Georg Friedrich Schmidt, über den kongenialen Francisco de Goya ins 20. Jahrhundert bis heute. Als Beispiele mögen Edouard Manet, Henri Toulouse-Lautrec, Lovis Corinth, Käthe Kollwitz, Max Beckmann und Pablo Picasso sowie Marlene Dumas und William Kentridge, aber auch Künstler aus der DDR wie A.R. Penck dienen. Indem Werke dieser Künstler einbezogen werden, wird Rembrandt als einer der wichtigsten „Künstlerkünstler" aller Zeiten vorgestellt. Ausgewählte Gegenüberstellungen werden den heutigen Betrachtern helfen, das Feuerwerk an Kreativität besser zu verstehen, das Rembrandt nicht nur zu seiner Zeit freisetzte, sondern auch heute noch entzündet.

Zeitlos fesselnd bleibt Rembrandt durch seine Radikalität in Auswahl und unkonventioneller Interpretation christlicher und profaner Bildthemen, nicht weniger durch seine Experimentierfreudigkeit - besonders im Gebrauch grafischer Techniken - als auch durch seinen reflektierten und dabei oft humorvollen Intellekt, der von seinem sinnlich zupackenden Blick auf die Welt ergänzt wird. Mit leichter Hand, fast spielerisch doch voller Energie, sprengte er in seiner Zeit Konventionen. Mit seinem freien, unverkennbaren Strich schuf er Bildwelten, aus denen sein schier unerschöpfliches Interesse an der Natur als Schöpfung spricht, sei es die äußere oder die innere des Menschen. Damit bietet sich eine Fülle von Anknüpfungspunkten und Anregungen für Künstler und Betrachter.